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HypoVereinsbank Rating-Abstufung?


24.02.2005
MWB Wertpapierhandelshaus AG

Den Analysten der MWB Wertpapierhandelshaus AG zufolge sind der Spekulation auf weitere negative Überraschungen bei der HypoVereinsbank (ISIN DE0008022005 / WKN 802200) Tür und Tor geöffnet.

Die Bank werde heute die Geschäftszahlen für das 4. Quartal 2004 bekannt geben.


Es sei allgemein bekannt, dass es bei der HypoVereinsbank im zweiten Jahr in Folge zu einem Verlust kommen werde. Auch werde wohl das dritte Jahr in Folge keine Dividende ausgeschüttet werden. Auch deute die Ankündigung im Rahmen ihres Effizienzprogramms Pro in Deutschland bis zu 2.500 Stellen abbauen zu wollen auf weitere Probleme hin. Der Wertberichtigungsbedarf im Immobiliengeschäft in Höhe von 2,5 Mrd. Euro werde zu dem großen Verlust führen. Hinzu komme ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 250 Mio. Euro. Insgesamt plane die Bank notleidende Kredite in Höhe von 15 Mrd. Euro zu berichtigen.

Vor diesem Hintergrund sei der Spekulation auf weitere negative Überraschungen Tür und Tor geöffnet. Aufgrund der schwachen Eigenkapitalbasis sei zu erwarten, dass auch die Wachstumschancen des Unternehmens stark eingeschränkt bleiben würden. Zumal eine Abstufung des Ratings den Verkauf einiger Produkte erschwere. Die Rating-Agentur Standard & Poors habe angekündigt, das Langfrist-Rating der HVB von derzeit "A-" möglicherweise zu senken. Analysten von Merrill Lynch würden die negativen Auswirkungen einer denkbaren Herabstufung mit 40 Millionen Euro als sehr moderat einschätzen. Jedoch wäre die HVB dann als einzige deutsche Großbank im schwächeren B-Bereich eingestuft. Die Ende 2004 auf 6% gesunkene Kernkapitalquote der Bank liege unter dem Erwartungswert von 7,0%, die sich die Ratingagenturen wünschen würden. Bis dato stehe laut HypoVereinsbank weder eine Kapitalerhöhung noch eine Abgabe von Aktien der Bank Austria an.

Gemäß den Analysten der MWB Wertpapierhandelshaus AG sind die Türen bei der Spekulation auf weitere negative Meldungen bei der HypoVereinsbank AG geöffnet.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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